Noahs Tränen

Kurzinhalt

Martin Steinhoff ist ein gnadenloser Börsenhai. Mit einem untrüglichen Gespür für lukrative Geschäfte nutzt er jede Information, um daraus Kapital zu schlagen. Er kauft sich frühzeitig in aussichtsreiche Firmen aus dem Rohstoffsektor ein und treibt ihren Kurs durch manipulierte Meldungen in die Höhe. Sein jüngster Deal ist eine Goldmine auf Borneo. Er erwirbt einen Großteil der Aktien und übernimmt einen Sitz im Vorstand der Firma. Um sich
ein genaues Bild von der Situation vor Ort zu machen, reist er auf die Insel. Alles scheint zu seiner geschäftlichen Zufriedenheit zu verlaufen, bis zu dem Zeitpunkt, wo er ein halbtotes Orang-Utan Baby in einer Mülltonne findet. Er nimmt den kleinen Orang-Utan zu sich, doch das Baby ist bereits zu schwach, um überleben zu können. Steinhoff beginnt, sich für die rothaarigen "Menschen des Waldes" einzusetzen und gerät dabei in immer konfliktträchtigere Situationen mit den Betreibern des Minenprojektes. Eines Nachts kommt es zu einer unglaublichen Begegnung ...


Nach letzten Börsennachrichten(Januar 2008) steigt der Aktienkurs für Gold. Fast könnte man meinen, der Protagonist Martin Steinhoff hätte Recht mit seiner Prognose zugunsten des Goldkurses. Können wir einem Experten über die Schulter schauen? Nein. Die vielleicht vom Leser erwartete unterhaltsame Einführung in Aktiengeschäftsanalysen entpuppt sich als etwas ganz anderes.
Kapitalismus und Umweltschutz sind entgegengesetzte Pole. Dieser Einsicht kann sich der in Explorationsgeschäften engagierte Martin Steinhoff letztendlich nicht verschließen. Irgendwo auf Borneo findet er ein Orang Utanbaby in einer Mülltonne.

Diese Erfahrung verändert sein Leben. Geldgeschäfte standen am Anfang des Romans, unbedingter Einsatz für die Erhaltung des Lebens, wie sie die Schöpfung vorsieht, am Ende. Ein Thema, wie es aktueller nicht sein könnte.

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